Folgende Autoren waren 2009 in Mainz


Ahne

Ahne, 1968 in Berlin, Hauptstadt der DDR, geboren, ist gelernter Offset-Drucker. Die Wende war sein Glücksfall: Er wurde arbeitslos und Hausbesetzer.
Seine Geschichten liest er seit etlichen Jahren bei der »Reformbühne Heim & Welt« sowie den »Surfpoeten« vor, die er mitgegründet hat. 2001 erschien seine erste Geschichtensammlung »Wie ich einmal die Welt rettete«, 2003 seine zweite »Ich fang noch mal von vorne an«, 2007 veröffentlichte er seine »Zwiegespräche mit Gott« als Buch mit CD.
Ahne ist der bekannteste Lesebühnenautor der Welt.

 

Ruth Johanna Benrath liest Lyrik und Prosa

Benrath wurde 1966 in Heidelberg geboren und wuchs in Mainz auf. In Heidelberg studierte sie Germanistik, Philosophie und Geschichte. Dort gründete sie die „Literaturoffensive“. Heute lebt sie in Berlin, wo sie als freie Mitarbeiterin bei der taz sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin (Geschichts- und Kulturwissenschaften) an der FU Berlin arbeitet. 2007 erschien ihr Buch Kehllaute (Lyrik und Kurzprosa) im Berliner Lunardi-Verlag.

 

Klaus Bittermann
The Crazy Never Die – Ein Abend über Hunter S. Thompson in Text, Film & Musik

Hunter S. Thompson, der „besessene Freak und Drogenfresser“ (Carl Weissner), der ein Jahr lang mit den Hell’s Angels herumzog, bevor er ein legendäres Buch über sie schrieb, das ihn berühmt machte, der Autor von „Fear and Loathing in Las Vegas“, der „politische Junkie“, der beste Schriftsteller unter den Journalisten und der beste Journalist unter den Schriftstellern, der Rockstar unter den amerikanischen Autoren, der immer wieder den Eindruck erweckte, als würde er durchdrehen, während er doch nur das Durchdrehen der anderen schilderte, dieser schon früh zur Legende gewordene rasende Reporter und Waffennarr hat sich mit 65 die Kugel gegeben. In seinem Haus in Woody Creek in den Rocky Mountains wurde er am Sonntag, den 20. Februar 2005, tot aufgefunden.
Nimmt man Google als Indikator für die Beliebtheit oder zumindest für die Popularität eines Autors, dann kann niemand mithalten. Weder Tom Wolfe noch Philip Roth, weder John Updike noch John Irving, weder Orhan Pamuk noch Günter Grass. Mit über drei Millionen Treffern hat Hunter S. Thompson seine Konkurrenz weit hinter sich gelassen. Das ist umso erstaunlicher, als Hunter S. Thompson die Welt der Literatur nicht mit dickleibigen Romanen überschwemmt hat. Klaus Bittermann liest aus seinem Nachwort der Hunter S. Thompson-Biographie von Paul Perry, beschreibt das Fortleben Hunter S. Thompsons als Figur in der populären Kultur, offenbart HST als großen Romantiker, geht der Verbindungslinie zwischen Gonzo und den Yippies nach und der Frage „Wo warst du, als der Spaß aufhörte?“, er stellt die Lieblingsmusik des Autors vor und zeigt einige bislang in Deutschland noch nie zu sehende Film-Schnipsel, u.a. einen Auszug aus dem Film „The Buffalo Roam“ mit Bill Murray, einen legendären Auftritt in der Conan O’Brian-Show und Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm „Breakfast with Hunter“.

 

Tom Bresemann liest aus MAKELLOS.
Gedichte und neue Texte

Tom Bresemann wurde 1978 in Berlin geboren. Seit 2006 arbeitet er in der Lettrétage, dem jungen Literaturhaus in Berlin-Kreuzberg. Er ist Mitbegründer der S³ LiteraturWerke, die sich unter anderem mit ihren Ringbahnlesungen einen Namen gemacht haben. Außerdem ist er Mitherausgeber der Anthologie “Wat los, Parzen?” und hat Lyrik und Prosa in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien wie Lyrik von Jetzt zwei, NEUBUCH, Jahrbuch der Lyrik, Taschentiger veröffentlicht. 2007 erschien sein Gedichtband “Makellos. Gedichte”, der 2008 bereits neu aufgelegt wurde.

 

Duo ÖM
“Der gerupften Vögel Sang klingt nicht wie Nachtigallen”

Das Duo ÖM aus Heidelberg präsentiert Kurpfälzer Moritaten, Badische Balladen und Geschichten aus dem Maisbacher Wald.
Der badische Satirehammer, das nichtverschreibungspflichtige literarische Antidepressivum, einer der wegweisenden Anbieter im Bereich schlichten Humors, mäßiger Vortragskunst und schauderhaften Singsangs, macht endlich seine Drohungen wahr und kündigt die Verfügbarkeit seines neuen Programms an. Ein Oratorium aus Balladen und Moritaten, lang genug, um den Trübsinn nachhaltig zu fördern und inhaltlich derartig knapp gehalten, dass ein Unterbieten dieses Niveaus schwerlich zu befürchten sein dürfte.
Basierend auf den knallharten Ergebnissen langjähriger Marktforschung, technischer Hochleistungsinnovationen und Abfallprodukten aus dem isländischen Literaturbetrieb. Der metaphysische Grundgedanke dieses richtungsweisenden Werkes fußt auf dem Wunsch vieler Bürger nach leicht verständlichen Antworten auf Fragen, die niemanden ernsthaft interessieren. Die tief schürfende Begrübelung nachgelagerter und absolut peripherer Themen bildet damit einen zentralen Aspekt dieses gewaltigen Werkes.

 

Peter Gerdes
Krimi: Der siebte Schlüssel

Ein Reporter in Emden vermisst, vermutlich tot – dieser Fall geht Hauptkommissar Stahnke aus sehr persönlichen Gründen unter die Haut. Mit dem Verlust seines alten Kumpels gerät plötzlich alles aus dem Gleichgewicht. Dem gewohnten Arbeitsplatz in Leer entrissen, von fremden und befremdlichen Kollegen irritiert, von militanten Umweltschützern angerempelt, findet Stahnke nicht einmal zu Hause Zuflucht: Säumige Handwerker und neue Nachbarn machen aus seinem Grundbesitz ein Katastrophengebiet. So durchgeschüttelt, entdeckt er vergessen geglaubte Facetten seiner Persönlichkeit neu. Zeitgleich mit der wiedergefundenen Kunst, ein Motorrad zu warten, geht allerdings offenbar in Emden Größeres aus den Fugen – und überhaupt, was wissen wir schon von „Zeit“ … Heißt es nicht sowieso immer „In Ostfriesland gehen die Uhren anders“ …? Das Leben des bodenständigen Polizeibeamten Stahnke erweitert sich um mehr als nur eine Dimension.

 

Kaputt in Balingen liest Trinkerliteratur…

Der gONZo verlag freut sich ganz besonders “Kaputt in Balingen” auf dem Festival begrüßen zu dürfen. Spiess und Weise sind Gründer und Veranstalter der Lesungsreihe “Kaputt in Balingen”. Sie lesen vornehmlich Trinker-Literatur und stellen diese in den heurigen gesellschaftlichen Zusammenhang. Weitere Ambitionen scheren sie nicht; seien sie nun politischer oder sonstiger Art. Sie sind Freigeister und keine Weltverbesserer. Die Welt ist schlecht, daran können auch sie nichts ändern; außer, sie ein wenig erträglicher zu machen. Gute kaputte Lesungen sind ihr Werk und dem Publikum wird ein kurzweiliger Abend garantiert.
“Wenn wir alle den Abend berauscht beenden, dann war es perfekt.”

 

Farhang Kassarei
Kabarett

Kassraei wurde 1960 in Teheran geboren und immigrierte 1980 nach Deutschland. 1984 begann er hier Maschinenbau zu studieren, wechselte dann aber den Studiengang und konzentrierte sich auf Germanistik und Kunstgeschichte an der Uni Frankfurt. 1988 gründete er die Theatergruppe “Mitra” mit, 1991 die Gruppe “TANDIS”. Heute versteht er sich als Schauspieler, Autodidakt, Theaterregisseur, Schriftsteller, der für seine Programme aus zwei Kulturkreisen schöpfen kann. Seine Solo-Programme inszeniert er sowohl in deutscher als auch in persischer Sprache.

 

Dominic Memmel & Torsten Knoll
Road-Kabarett

Dominic Memmel und Torsten Knoll präsentiere: Chop The Apple-Tree. Ein gespieltes und gelesenes Road-Movie mit Dominic Memmel am Wort (William S. Burroughs), szenisch unterstützt von den letzten Tonfilmaufnahmen des Pianisten Torsten Knoll.

 

Frank Meyer
“Es war mir ehrlich gesagt völlig egal”

Frank Meyer, geboren 1962 in Hermeskeil, wohnt heute in Primstal im Saarland. Nach seinem Studium (Anglistik, Germanistik, Niederländisch) in Trier und Oxford und Stationen bei der Tageszeitung „Luxemburger Wort“ und der Universität Hildesheim arbeitet er derzeit als Studienberater und Lehrbeauftragter für Anglistik an der Universität Trier.
Neben „Raum 101 – Erzählungen über Männer“ hat er Gedichte und Übersetzungen („Tee mit der Königin – Kurzgeschichten aus Wales“) veröffentlicht. 2005 hat er seine Verlagsheimat im Bertuch Verlag Weimar gefunden.
Zum Buch: Sie schlagen sich so durch – die Jungs in Frank Meyers Geschichten. Dabei lassen sie sich von weiblichen Hosenanzügen beirren, stellen ihre grenzenlose Coolness beim Moped-Trinken unter Beweis und sorgen dafür, dass der Großvater fast die Sportschau verpasst.
Mit einer sonderbaren Mischung aus Naivität und Bauernschläue stellen sich die Helden der Provinz dem Ungemach des Lebens. Überraschende Kehrtwendungen geben diesen Erzählungen das gewisse Etwas – wie der Speck im Dibbelabbes, würden die Jungs selbst sagen.

 

Hubert Neumann liest aus seinem grotesk-trashigen Kriminalroman “Lusthängen”

Der Mainzer Hubert Neumann ist Historiker, Dozent für wissenschaftliches Schreiben und Autor. Im Rahmen der Mentalitäts- und Historischen Kriminalitätsforschung untersuchte er in einer Fallstudie (Sozialdisziplinierung in der Reichsstadt Speyer im 16. Jahrhundert. St. Augustin 1997) Zivilisierung und Disziplinierung des frühneuzeitlichen Menschen. Dies führte ihn u. a. zu seiner historischen Trilogie “Wolkenschieber”, für die er 2001 den Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland Pfalz erhielt. Mit dem grotesk-trashigen Kriminalroman “Lusthängen”, der im letzten Jahr erschienen ist, verlässt er die historische Umgebung und begibt sich in die Gegenwart, wo er den Tiefen oder auch Abgründen der Folgen dieses Disziplinierungsprozesses nachspürt. “Lusthängen”, das mittlerweile in der 2. Auflage erschienen ist, wurde von den Lesern der Wochenzeitung DIE ZEIT auf Platz 9 der Leser-Bestenliste des Jahres 2008 gewählt.

 

Peter Pannke singt und liest Musikgeschichten aus Indien und anderswo

Ein weiterer, ganz besonderer Gast, ist Peter Pannke. Nein, eine neue Stimme ist es nicht, die Sie hier hören! Immerhin ist sie schon über sechzig Jahre in Gebrauch – gegerbt vom Leben, vom Rauchen und von ungezählten Reisen. Der kühle Tau des Himalaya und die heißen Wüstenwinde von Timbuktu haben sich auf diese Stimmbänder gelegt, die rußigen Kohlenfeuer von Istanbul, die Schwefeldünste von Karachi und Kalkutta, die körnige Brise von Essaouira und der feine Staub des äthiopischen Hochlands haben ihnen ein zusätzliches Timbre verliehen. Nach Jahrzehnte langen weltmusikalischen Wanderungen ließ sich Peter Pannke in Berlin nieder und machte sich einen Namen als Rundfunkmoderator, Festivalmacher, CD-Produzent, Autor von Bildbänden über Indien und Pakistan, mit Hörspielen und Klanginstallationen und als Initiator der französisch-türkisch-syrisch-indisch-deutschen Formation ‘Troubadours United’, die zusammen mit einer Commedia dell’Arte-Truppe zwischen Italien und Pakistan tourte. 2001 drehte Elfi Mikesch über Pannke und sein Projekt den Dokumentarfilm “Straße der Troubadoure” (ZDF/ARTE). Immer wieder traf er auf seinen Wanderungen auf die indische Sängersippe der Malliks. Aus dem traditionellen Dhrupad-Gesangs, den er bei ihnen lernte, aus Blues, Rock und orientalischen Elementen kreierte er seinen ganz eigenen Gesangsstil.

 

Alexander Pfeiffer

Alexander Pfeiffer liest aus seiner Krimitrilogie: “Im Bauch der Stadt”, “So wie durchs Feuer hindurch”, “Das Ende vom Lied”. Die drei Romane spielen größten Teils in Wiesbaden. Sie präsentieren ein Kaleidoskop an Figuren, deren Schicksal über einen Zeitraum von sieben Jahren begleitet wird. Im Zentrum der drei Romane stehen das individuelle Streben nach Glück sowie die moralischen Fragen, die es zu beantworten gilt, wenn es um das eigene Vorankommeninnhalb einer korrupten Gesellschaft geht.
Alexander Pfeiffer wird Passagen aus allen drei Romanen lesen und dabei einige seiner Figuren vorstellen. Atmosphärisch vereinert wird die Lesung von Be Bop, Hard Bop und Cool Jazz.
“Pfeiffers stimmlicher Vortrag erinnert an das Frühwerk von Patti Smith oder an Götz Georges Interpretation von Bukowski-Texten… So sollte Literatur vertont werden.” (S.U. B. H., Braunschweig)
“Von Raymond Chandler und Cornell Woolrich leiht sich Pfeiffer die Düsternis des Geschehens, die Lakonie der Beziehungen zu Frauen und die Nichtgeltung der konventioneller Moral, von der bestenfalls ein Festhalten an Resten persönlichen Anstands bleibt. Von einem wie William S. Burroughs und dem Klassiker `Naked Lunch´ schaut er sich die Verzerrung der Realität im Blick des Drogensüchtigen ab, die Reise ins Zischenreich aus Drogen, Sex und Mord und dem Abstieg zum inneren Schweinehund.” (Frankfurter Neue Presse)

 

Nils Pickert liest Kurzgeschichten und wenn er darf auch Gedichte

Nils Pickert, 28 Jahre jung, im Osten Berlins geboren, verlässt nach dem Fall der Mauer „die Insel DDR“, um die Welt(Meere) kennen zu lernen. Inspiriert von seiner ersten großen Liebe, beginnt er mit 13 Jahren zu schreiben. Was anfangs wie die Marotte eines Pubertierenden aussieht, wächst sich zur alles beherrschenden Leidenschaft aus. Er beginnt nach dem Abitur mit einem Studium der Neueren Deutschen Literatur, Politikwissenschaften und Ethnologie und – er schreibt.
Die Inspirationsquellen, aus denen er schöpft, sind vielfältig. Eine davon ist und bleibt die Freundin, die heute die Mutter seiner beiden Kinder ist. Er hat Visionen, denen er nicht ausweichen kann. Sie drängen sich wie Filme auf und verlassen erst den Kopf, wenn er sich davon befreit. Gelassenheit stellt sich erst ein, wenn dieser Zwang zu Papier gebracht wurde.
Er denkt in Geschichten, schreibt sehr drastisch, seine Sprache ist bildhaft, und er ist sehr genau in der Beschreibung dieser Bilder.
Banalitäten vermeidet er, und er hat dabei einen gewissen Hang zum Größenwahn.
Von sich selbst sagt er: “Seit ich schreibe bin ich den Menschen näher“.
Er ist bekennender Feminist, ein echter neuer Vater, Krawallmacher und legt sich literarisch gerne mit gesellschaftlichen Missständen an.

 

Tobias Roth
Historie. Zwölf Gedichte zum Verlauf.

Tobias Roth liest Gedichte
Roth wurde 1985 in München geboren. 2005-2008 studierte er Germanistik und Kunstgeschichte in Freiburg i.Br und arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft am Freiburg Institute for advanced studies. Außerdem ist der mittlerweile in Berlin lebende Allrounder Mitglied der “Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V.” in Mainz. Er veröffentlicht Lyrik in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien, schreibt Musikkritiken für www.klassik.com, Literaturkritiken für www.poetenladen.de und www.berlinerliteraturkritik.de. Er ist Preisträger des Essay-Wettbewerbs der Goethe-Gesellschaft 2007, sowie des Paula-Rombach-Literaturpreises 2008 (Gemeinschaftsarbeit mit Monika Koncz).

 

Erna Schmidt

Erna singt, über sich, über andere. Jedes Lied ist ein Bild, eine Situation, eine Geschichte. Eine charmante Erzählerin, die auf ihre ganz eigene Weise Situationen skizziert, Standpunkte sammelt und die Dinge beim Namen nennt. Lieder in deutscher Sprache, voller Witz und Leidenschaft, intelligent, facettenreich und manchmal gnadenlos ehrlich.

 

Dora Siegel liest aus ihrem Roman “einsteins entführung”

Und wieder ist es vorbei mit der Beschaulichkeit in dem Dörfchen Uhlerborn vor den Toren von Mainz. Die Journalistin Marie ist in heller Aufregung: Ihr Kater Einstein ist verschwunden. Sie ahnt, dass etwas Schlimmes mit ihm passiert sein muss, denn in Uhlerborn tun sich seltsame Dinge. Und dann wird im Wald eine Tote gefunden. Die Uhlerborner – und insbesondere Guthendorf – sind erschüttert. Doch kaum haben sich die Wogen geglättet, taucht aus dem Blauen See eine Wasserleiche auf …
In Mainz bahnt sich unterdessen eine Sensation an: Seitdem die 05er zur neuen Saison in die 1. Fußball-Bundesliga aufgestiegen sind, hat der Verein einen spektakulären Durchmarsch hingelegt. Werden sie am Ende noch Deutscher Meister? Ein Katzen-Roman nicht nur für Katzen-Besitzer.

 

Lutz Steinbrück liest Lyrik

Steinbrück wurde 1972 in Bremen geboren, studierte in Oldenburg Germanistik und Anglistik und lebt und arbeitet seit 2004 in Berlin als Redakteur und freier Kritiker (u.a. taz, fluter, Tagesspiegel, Berliner Literaturkritik). Seine Magisterarbeit “Fremde Heimat” über Vechta in der Lyrik Rolf Dieter Brinkmanns erschien 2007 im Oldenburger BIS-Verlag.
Außerdem ist er tätig als Texter, Sänger und Gitarrist der Indie-Rockband “Nördliche Gärten”. Veröffentlicht hat er bereits mehrere Gedichte in verschiedenen Literaturzeitschriften. 2008 ist sein erster Lyrikband “Fluchtpunkt : Perspektiven” im Lunardi Verlag Berlin erschienen – noch im Dezember 2008 erschien die 2. Auflage.

 

Unfug Verlag
Comic-Lesung mit Beamer-Projektion

Das Nachtprogramm am Samstag Abend übernimmt der junge Mainzer Unfug-Verlag. Präsentiert wird deren Erstlingswerk “Rotkäppchen”. Wer nun denkt “Das kennt ja jedes Kind” liegt falsch, denn diese Comic-Version geht etwas anders. Etwa so: “Die junge Prostituierte ‘Rotkäppchen’ trifft auf einen Frauen-Kleider-tragenden Perversen namens Wolfgang. Dabei muss sie ihrer Oma, der Puffmutter, doch einen Haschkuchen und eine Flasche Selbstgebrannten vorbeibringen.
Wird Sie der List des Kannibalen widerstehen können? Wird der ebenfalls perverse BGS-Beamte und Hobby-Chirug, Hans Jäger, sie und ihre Domina-Großmutter retten können?
Gewalt, Drogen, Humor und viel Sex. Der Originaltext der Gebrüder Grimm realsitisch und modern interpretiert. Nur für Erwachsene.”

 

Kathrin Weßling liest Geschichten über Brot und Spiele, Konfetti und Liebe

Kathrin Weßling. Mit zwanzig Jahren zog Kathrin Weßling nacheinander in drei große deutsche Städte um ihr Glück und das perfekte Kleid zu suchen. Ein abgebrochenes Philosophie- und Germanistikstudium und ungezählte Regie-Assistenzen später wusste Kathrin, wie eine Bühne von vorne, hinten, schräg-links-unten und in der Antike ausgesehen hat und beschloss, dass es an der Zeit sei, den finalen Bühnen-Versuch zu starten: Die Bühne von oben, darauf stehend, hinunterblickend. Eine Frau, ein Mikrophon und alle Zeit der Welt zwischen fünf und fünfzig Minuten. Das perfekte Kleid hat sie noch immer nicht gefunden, das Glück dafür schon. Nach zahlreichen 1. und 2. Plätzen bei ebenso vielen Poetry Slams darf sie sich „der neue Stern am Hamburger Poetry Himmel” (Kampf der Künste) nennen. Macht sie aber nicht. Lieber tourt sie mit ihren Geschichten durch die Republik und beehrt als Gastautorin Lesebühnen in Hamburg, Hannover und Berlin und schreibt für renommierte Jugend- und Kulturmagazine. Kathrin Weßling lebt in Hamburg und schreibt gerade an ihrem ersten Roman, der 2009 erscheinen wird.

 

Wolke de Witt
Krimi: Sturm im Zollhaus

An einem frühen Sommermorgen bricht im Zollhaus von Leer ein Feuer aus, das dieses denkmalgeschützte Bauwerk zerstört. In den Trümmern finden die Rettungskräfte zwei tote Kinder – und das, obwohl das Gebäude unbewohnt ist.
Kriminalkommissar Roman Sturm und seine Kollegin Lükka Tammling finden schnell konkrete Hinweise auf Brandstiftung. Aber wer hat das Feuer gelegt? Haben die Kinder sich in das leere Kulturzentrum geschlichen und gezündelt? War es eine „warme Sanierung“ oder vielleicht doch ein ausländerfeindlicher Anschlag? Alles scheint möglich und nicht nur in den Medien wird wild spekuliert.
Es gibt einen einzigen Überlebenden, den kleinen Daud, der seit dem Unglück nicht ansprechbar ist. Die Ermittler hoffen, dass er den Brandstifter gesehen hat – und dass der Täter nichts von dem kleinen Zeugen weiß.