Unter dem Titel “52 Wochenenden” subsummierte Jens Friebe Texte, die ursprünglich einem Blog-Projekt entstammen. Das Buch wurde mit Fug und Recht gefeiert ohne Ende. “So nah hier alles – wie immer bei gutem Pop – an allseits bekannten Alltäglichkeiten ist und diese präzise und pointiert abbildet, so sehr spinnt Friebe im nächsten Moment völlig unspektakuläre Begebenheiten ins Absurde oder ergeht sich in literarischen Persiflagen und purer Sciencefiction. Der Muff dröger Authentizität, das Nacherzählen langweiliger Schlafsackgeschichten und Drogenerfahrungen, wie man es aus Lesereise-Tagebüchern sonst kennt, wird somit beinah vollkommen vermieden”, so die FAZ.

Derzeit arbeitet Friebe an einem neuen literarischen Projekt. Arbeitstitel: “Pop Songs for old Folks”. Wieder wird im Anfang der Blog gewesen sein. Eine Melange aus Literatur und Musik, aus Schreiben und Leben, aus fundierter Musiktheorie und dem Anspruch nichts weniger, als unterhalten zu wollen. Ein Kratzen an der Oberfläche, das, diese durchbrechend, schnell zum Kratzen an den Synapsen wird. Mehr soll an dieser Stelle aber noch nicht verraten werden. Ihr dürft gespannt sein.

Auf dem Mainzer Literaturfestival wird Friebe sowohl aus “52 Wochenende” als auch aus “Pop Songs for old Folks” lesen, aber auch Texte älterer Semester wird’s zu hören geben. 

Jens Friebe, 1975 in Lüdenscheid geboren, studierte Musikwissenschaft, Anglistik und Philosophie und spielte in etlichen Bands. Seit 2004 hat Friebe einen Plattenvertrag als Solokünstler bei Zick Zack. Außerdem ist er Aushilfsschlagzeuger bei der Berliner Band Britta, arbeitet als Journalist und Autor. 2007 erschien sein erster Roman „52 Wochenenden. Texte zum Durchmachen“. In diesem erzählt Friebe, wo es ihn am Wochenende überall hintreibt. Den Rest der Woche überspringt er einfach, denn der ist nicht so schön wie das Wochenende.

[Fotos: Andy Rumball; Joachim Zimmermann]